BPR und SAA für Notfallsanitäter (m/w/x)

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Standard-Arbeitsanweisungen (SAA)

 

Standard-Arbeitsanweisungen beschreiben detailliert die Ausführung einzelner, zumeist heilkundlicher Maßnahmen wie diese durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter anzuwenden sind.

 

Hinweise zum Gebrauch

Die Verfasser weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den SAA und BPR um standardisierte Arbeitsanweisungen und Behandlungspfade in Ausführung zu § 4 NotSanG handelt, die im Konsens der Arbeitsgruppe erstellt wurden. Sie erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit, noch können sie die umfassende Darstellung und Didaktik eines Fachbuches ersetzen.

Sie dienen damit auch nicht als Ersatz von Fachinformationen oder zur pharmakologischen Schulung der einzelnen Notfallmedikamente. Um dem nichtärztlichen Personal eine eindeutige Anwendung der Medikamente an die Hand zu geben, wird deshalb bewusst nicht zwischen relativen und absoluten Kontraindikationen unterschieden. Dosierungsangaben und Altersgrenzen stellen den fachlichen Konsens der vier beteiligten Landesverbände/Arbeitsgruppen der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst auf wissenschaftlicher Basis dar und können sich z.B. in Altersgrenzen und Dosierungsempfehlungen von der jeweiligen Fachinformation unterscheiden. Damit soll eine hohe Anwender- und Patientensicherheit gewährleistet werden.

Die „off-label-use“ Problematik, die bei einigen Medikamenten und Medizinprodukten im rettungsdienstlichen Setting für Notärzte und rettungsdienstliches Fachpersonal besteht, wurde vom Bundesverband der ÄLRD Deutschland unter juristischer Beratung bearbeitet. Demnach ist die Durchführung entsprechender Maßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter möglich, wenn die Ärztliche Leitung Rettungsdienst in spezifischen und eindeutigen Verfahrensanweisungen den Anwendungsbereich im Rettungsdienst vorgibt und damit den Entscheidungsprozess vorwegnimmt.

 

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass durch die Herausgabe der SAA und BPR keine automatische Legitimation zur Umsetzung durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter besteht.

Nach Maßgabe der länderspezifischen Rettungsdienstgesetze ist es Aufgabe der jeweils für einen Rettungsdienstbereich zuständige Ärztliche Leitung, die Vorgaben zur Behandlung von Patienten mit spezifischen Zustands- und Krankheitsbildern vorzunehmen. Dabei können alle der in unserer Arbeitsgruppe erarbeiteten BPR und SAA zur Anwendung kommen oder auch nur Teile davon.

Die zuständige Ärztliche Leitung ist auch verantwortlich dafür, dass die von ihr zur Anwendung im Einsatzdienst vorgegebenen SAA und BPR regelmäßig geschult, überprüft und damit in der Einsatzpraxis beherrscht werden (Anordnungsverantwortung).

Version 2019 der BPR und SAA ist fertig

Mitte Dezember konnte eine Entwurfsfassung der BPR und SAA für das Jahr 2019 fertiggestellt werden. Nun ist es an den offiziellen Stellen in den vier Ländern diesen Entwurf freizugeben, damit aus dem Entwurf die finale Version 2019 werden kann.

Wir freuen uns, die überarbeitete Version 2019 der Standard-Arbeitsanweisungen (SAA) und Behandlungspfade Rettungsdienst (BPR) als Algorithmen für die Durchführung von invasiven Maßnahmen und Gabe von Medikamenten durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter bei Notfällen mit akuter Lebensbedrohung hier vorstellen zu können.

Wir möchten Allen danken, die mit ihren zahlreichen Rückmeldungen zum Nachdenken angeregt und zum Gelingen der neuen Version beigetragen haben.

(HN)

erstes Arbeitstreffen 2019 hat in Görlitz stattgefunden

Die Berichte aus den Ländern haben bei diesem Auftakttreffen viel Zeit in Anspruch genommen, da es insbesondere zu erklären galt warum ausgerechnet im größten der beteiligten Bundesländer eine Veröffentlichung durch offizielle Stellen noch nicht stattgefunden hat. Weiter wurden die Entwicklungen bei Schulung und Kompetenzprüfung verglichen und innovative Konzepte vorgestellt.

Schwerpunkt der Überarbeitung in diesem Jahr werden ergänzende Erläuterungen und Kommentierungen sein, nur in sehr wenigen Aspekten soll eine Ergänzung zu speziellen Zustands- und Krankheitsbildern erfolgen.

(HN)

 

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