BPR und SAA für Notfallsanitäter (m/w/x)

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Was wir machen

 

Es werden Behandlungspfade (BPR) und Standardarbeitsanweisungen (SAA) erstellt, die auf dem Konsens des Pyramidenprozesses aufbauen und den aktuellen Stand der Medizin aus den Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften zur Anwendung auch heilkundlicher Maßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter beschreiben.

In diese Arbeitsanweisungen fließen im Rahmen der regelmäßigen Überarbeitungen und Ergänzungen beständig neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Rückmeldungen aus der rettungsdienstlichen Praxis ein.

Die erarbeiteten BPR und SAA sichern somit den rettungsdienstlichen Standard. Gleichzeitig geben sie den Trägern des Rettungsdienstes, den Arbeitgebern des rettungsdienstlichen Fachpersonals und auch den Einsatzkräften handlungs- und haftungsrechtliche Sicherheit.

 

 

Der Pyramidenprozess

In den Jahren 2013 und 2014 haben im Pyramidenprozess I verschiedene medizinische Fachgesellschaften, rettungsdienstliche Fachverbände und Ausbildungseinrichtungen in gemeinsamem Konsens Kataloge von heilkundlichen Maßnahmen und Notfall-Medikamenten erstellt, die nach ihrer gemeinsamen Auffassung im Rahmen der 3-jährigen Notfallsanitäter-Ausbildung soweit erlernbar sind, dass sie im Einsatz beherrscht werden können.

In einem nachfolgenden Konsensus-Verfahren, dem Pyramidenprozess II im Jahr 2016, wurden unter erneuter Federführung des Bundesverbandes der Ärztlichen Leiter Rettungsdienst in Zusammenarbeit mit medizinischen Fachgesellschaften und dem Deutschen Berufsverband Rettungsdienst (DBRD) grundsätzliche Empfehlungen zur Notfall-Behandlung der wichtigsten Krankheitsbilder erarbeitet.  

Die Ergebnisse beider Konsensus-Verfahren bilden die Grundlage für die Erarbeitung von Vorgaben für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter in allen Bundesländern, so auch für unsere BPR und SAA..

 

Leitlinien medizinischer Fachgesellschaften

Hauptzweck medizinischer Leitlinien ist die Darstellung des fachlichen Entwicklungsstandes (Stand der Wissenschaft), sie geben Ärzten damit Orientierung im Sinne von Entscheidungs- und Handlungsoptionen. Die Umsetzung liegt bei der fallspezifischen Betrachtung im Ermessensspielraum des Behandlers (Methodenfreiheit bzw. Therapiefreiheit). In keinem Fall ersetzt ihre Befolgung einen individuellen Entscheidungsprozess.

Nach aktueller juristischer Einschätzung ist die Durchführung notfallmedizinischer, heilkundlicher Maßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter möglich, wenn die Ärztliche Leitung Rettungsdienst in spezifischen und eindeutigen Verfahrensanweisungen den Anwendungsbereich im Rettungsdienst vorgibt und damit den Entscheidungsprozess vorwegnimmt.

Im Rahmen eines informellen Konsens werden die Leitlinien-Empfehlungen darauf geprüft, welche Maßnahmen durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter erlernbar und im außerklinischen Umfeld sicher und sinnvoll anwendbar sind.

Version 2019 der BPR und SAA ist fertig

Mitte Dezember konnte eine Entwurfsfassung der BPR und SAA für das Jahr 2019 fertiggestellt werden. Nun ist es an den offiziellen Stellen in den vier Ländern diesen Entwurf freizugeben, damit aus dem Entwurf die finale Version 2019 werden kann.

Wir freuen uns, die überarbeitete Version 2019 der Standard-Arbeitsanweisungen (SAA) und Behandlungspfade Rettungsdienst (BPR) als Algorithmen für die Durchführung von invasiven Maßnahmen und Gabe von Medikamenten durch Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter bei Notfällen mit akuter Lebensbedrohung hier vorstellen zu können.

Wir möchten Allen danken, die mit ihren zahlreichen Rückmeldungen zum Nachdenken angeregt und zum Gelingen der neuen Version beigetragen haben.

(HN)

erstes Arbeitstreffen 2019 hat in Görlitz stattgefunden

Die Berichte aus den Ländern haben bei diesem Auftakttreffen viel Zeit in Anspruch genommen, da es insbesondere zu erklären galt warum ausgerechnet im größten der beteiligten Bundesländer eine Veröffentlichung durch offizielle Stellen noch nicht stattgefunden hat. Weiter wurden die Entwicklungen bei Schulung und Kompetenzprüfung verglichen und innovative Konzepte vorgestellt.

Schwerpunkt der Überarbeitung in diesem Jahr werden ergänzende Erläuterungen und Kommentierungen sein, nur in sehr wenigen Aspekten soll eine Ergänzung zu speziellen Zustands- und Krankheitsbildern erfolgen.

(HN)

 

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